Nicht ein einziger neuer Stein
Neue Treppe mit vertrautem Flair

Witterda. Steigt man die Pfarrstufen hinauf zur Kirche, kann man jetzt getrost seinem Schrittmaß vertrauen. Bisher musste man sehr darauf achten, wohin man trat, denn die Treppenstufen waren ausgetreten, zum Teil unterhöhlt, nicht gerade und hatten vor allem unterschiedliche Tritthöhen. Die Zeit hatte unübersehbar ihre Spuren an der alten Treppe hinterlassen.

Jetzt ist sie neu – und doch noch alt. Die Pfarrstufen sind umfassend saniert und zwar ohne einen einzigen neuen Stein zu verwenden. Dass dies gelang, ist dem sensiblen Umgang mit diesem Projekt durch die Planer, Architekten und bauausführenden Firmen zu verdanken.

Die Breite der Treppe wurde auf 1,50 Meter reduziert, die schadhaften, ausgetretenen Teile herausgeschnitten und die Stufen neu zusammengefügt. „Die Treppe läuft sich hervorragend.“ bewertet Planer Dr. Uwe Wilke das Ergebnis. Aus überzähligen Stücken wurde sogar noch die Einfassung des Hochbeetes gebaut, was rund drei Viertel der Kosten für diesen Teilbereich sparte.

Besonders wichtig war die Entwässerung der Treppe. Die Einläufe hatten sich im Laufe der Zeit zugesetzt, die Verrohrung war völlig marode und so lief das Regenwasser des öfteren in den Keller des Pfarrhauses. Jetzt sind alle Fallrohre der angrenzenden Gebäude neu in einen Kanal gefasst worden und die Rinne für die Oberflächenentwässerung kann ihrer Aufgabe gerecht werden.

Das Geländer wurde stilgerecht erneuert.

Die Pfarrstufen haben nichts von ihrem Charme eingebüßt. Wer nicht weiß, dass sie gerade saniert wurden, nimmt sie nicht als neu wahr.

Quelle: Elch-Report   Autor: B. Köhler Fotos: Stadtplanungsbüro Wilke, S. Forberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressionen

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