Veterinär- und Lebensmittelüberwachung

Verbraucherschutz

Staupe bei Wildtieren

Das Staupe- Virus ist in Thüringen und angrenzenden Bundesländern derzeit verstärkt bei hundeartigen Wildtieren wie Waschbären, Füchsen, Mardern, und Dachsen nachgewiesen worden. In den letzten Wochen sind auch vermehrt Fälle in unserem Landkreis aufgetreten. Die Erkrankung kann nicht nur bei den Wildtieren, sondern auch bei unseren Haustieren auftreten.

Insbesondere Hundebesitzer sollten deshalb besonders achtsam sein und auf eine vorsorgliche Impfung ihrer Tiere achten. Hauskatzen lassen sich zwar mit dem Virus infizieren, zeigen jedoch keine klinische Krankheitsanzeichen. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.

Staupe bei Fuchs, Mardern oder Waschbären: Typische Symptome dieser virusbedingten, hochansteckenden Infektionskrankheit bei Hundeartigen (Haushunde sowie die oben genannten Wildtiere) sind Verlust der Distanz. Tiere machen einen „zahmen“ Eindruck, Apathie, bedingt durch hohes Fieber und Schwäche sowie, je nach Verlaufsform, Durchfall, Erbrechen, schleimig-eitriger Nasen- und Augenausfluss und Husten oder auch Bindehautentzündung bei den betroffenen Tieren. Darüber hinaus kann es auch zu Entzündung des Zentralnervensystems kommen. Bei diesem Krankheitsbild kommt es zu Verhaltensauffälligkeiten der Tiere- Zwangsbewegung, Muskelkrämpfen, bis hin zu Epilepsie-ähnlichen Anfällen. Die Sterberate bei infizierten Tieren kann bis zu 80 % betrage. Auch chronische Formen mit übertriebener Hornbildung sind möglich.

Es handelt sich um ein Virus, dass durch enge Kontakte zwischen empfindlichen und infizierten Tieren übertragen wird. Übertragung über Kot und Harn sind seltener, aber möglich

Impfstatus erhalten ( Warnung vor „Impfmüdigkeit“)
Da bei Wildtieren das Staupevirus mehr oder weniger stark verbreitet ist, wird dringend empfohlen, den Impfschutz bei Hunden kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Im Zusammenhang mit der Staupeinfektion ist zu beachten, dass zentralnervöse Störung bei Wildtieren grundsätzlich auch ein Hinweis auf eine Tollwut-Infektion sein können. Auch wenn Deutschland seit 2008 amtlich als tollwutfrei gilt, ist durch die illegale Einfuhr von Tieren auch immer die Gefahr der Einschleppung von Tierseuchen gegeben.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass auffällig erkrankte Wildtiere bei der Unteren Jagdbehörde oder beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Sömmerda gemeldet werden.

Impressionen

z8.jpg