Werte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Witterda und dem OT Friedrichsdorf,  

aufgrund der besonderen Lage konnte im Jahr 2020 keine Einwohnerversammlung in Witterda stattfinden. 
Deshalb möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, einen kurzen Rückblick über das vorangegangene Jahr zugeben und Sie darüber hinaus über die geplanten Dinge für das Haushaltsjahr 2021 zu informieren.  

Schon bei der Aufstellung des Haushalts für das Jahr 2020 zeichnete sich die Problematik ab, durchgestiegene Positionen auf der Ausgabenseite einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen. Maßgeblich dafür waren zum Teil erheblich angestiegene Kosten derVerwaltungsumlage, der Kreisumlage und Mehrkosten für die Kinderbetreuung. Erschwerend standen Mindereinnahmen der Schlüsselzuweisung vom Land gegenüber. Dennoch ist es uns gelungen, das Haushaltsjahr 2020 ausgeglichen abzuschließen.

 Trotz der schwierigen Haushaltssituation konnten auch im Jahr 2020 einige Maßnahmen durchgeführt werden. So konnten z.B. weitere Grundstücke an das Abwassernetz angeschlossen werden.  

Der Regenwasserkanal Tiefthaler Weg konnte durch die Gemeindearbeiter umgelegt und erneuert werden.   Die Baumaßnahme Bornsgasse wurde bis auf die Montage des Geländers fertiggestellt. Dieses wurde aber noch im Dezember 2020 geliefert und soll zu Beginn des neuen Jahres montiert werden.  

Im Bereich der Feuerwehr wurden beide Fahrzeuge mit Digitalfunk ausgestattet. Diese Maßnahme wird zu 100 % vom Land Thüringen gefördert und verursacht somit keine Mehrkosten im Haushalt.  

Darüber hinaus hat die Gemeinde Witterda für die Feuerwehr die Fördermittelzusage eines Garagenneubaus für das Jahr 2021 erhalten.  

Nach Ablauf der Kalkulationszeiträume der Abwasser- und Friedhofsgebühren musste hier neu kalkuliert werden sowie die entsprechenden Gebührensatzungen geändert werden.  

• Die Abwassergebühren traten zum 1.1.2020 in Kraft.    
• Die Friedhofsgebühren traten zum 1.1.2021 in Kraft.  

Auch die Hauptsatzung und die Satzung zur Regelung der Aufwandsentschädigung für die Feuerwehr mussten wegen Veränderungen der Mindestbeträge der jeweiligen Thüringer Verordnungen angepasst werden.  

Für unsere Kinder und Jugendlichen kann durch Fördermittel des Landkreises sowie durch Eigenmittel weiterhin die Jugendbetreuung montags von 13.00 – 18.00 Uhr angeboten werden. Diese findet im Gemeindehaus statt.  

Da im Jahr 2020 das 30-jährige Bestehen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Witterda und Budenheim durch eine Festveranstaltung gewürdigt werden sollte, wurden hierfür Mittel im Haushalt eingeplant. 
Leider konnte die Feierlichkeit aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht stattfinden. Es gilt aber das Motto „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Sobald es die Lage wieder zulässt, soll ein neuer Termin gefunden werden.  

Für Friedrichsdorf konnten folgende Maßnahmen durchgeführt werden: 
• Die Ortsbeleuchtung konnte auf LED umgestellt werden.   
• Die Teichsanierung wurde durch die Friedrichsdorfer Bürger in Eigenregie durchgeführt.   
• Eine Kamerabefahrung des Abwasserkanals Bornstieg wurde veranlasst. Diese ergab, dass der Kanal nicht in dem schlechten Zustand ist, wie es vermutet wurde.  Eine teilweise Sanierung ist aber dennoch notwendig. Hierfür werden für das kommende Haushaltsjahr Mittel eingeplant.  

Da sich herausgestellt hat, dass das bisherige Abwasserbeseitigungskonzept für die Ortslage Friedrichsdorf fehlerhaft ist, muss dieses berichtigt werden.  Auch hierfür werden im kommenden Haushalt Mittel eingeplant.  

• Der Breitbandausbau Friedrichsdorf konnte 2020 leider nicht realisiert werden, da es zu Verzögerungen im doch sehr komplexen Ausschreibungsverfahren kam.      
Im Haushalt 2021 werden die Kosten für den Eigenanteil der zu 90 % geförderten Maßnahme erneut eingestellt.  

So werden uns einige Dinge, die wir 2020 geplant haben, auch im Haushalt 2021 begleiten. Als größte und zugleich wichtigste Aufgabe des Jahres 2021 ist der Neubau einer Garage für das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr. Hierdurch sollen die Arbeitsbedingungen unserer Kameradinnen und Kameraden verbessert werden. Bis jetzt können sie sich im Einsatzfall erst nach dem Herausfahren des Fahrzeugs aus der bisherigen Garage umziehen. 
Das Umziehen geschieht dann, in der mit Abgasen belasteten Luft. 
Dieser Zustand ist stark gesundheitsgefährdend und nicht zumutbar. Deshalb hat sich der Gemeinderat zurDurchführung der Baumaßnahme entschlossen. Wie zu Beginn erwähnt, werden dafür Fördermittel vom Land bereitgestellt.  

Weitere Mittel sollen für die Baumaßnahme „Kleiner Saal“ des RKFZ „Goldener Widder“ eingestellt werden, um dem Ziel der Gesamtfertigstellung des Objektes ein Stück näher zu kommen.  

Außerdem ist geplant, eine Teilstrecke des Tanzplatzes im Abwassertrennsystem zu erschließen. Die TEN hat Ende des Jahres 2020 in diesem Bereich Erdgasanschlüsse hergestellt und schon Tiefbaumaßnahmen vorgenommen. Um Kosten in der Oberflächenwiederherstellung zu sparen, soll diese Maßnahme durchgeführt werden.  

Das Thema Abwasser wird uns in den zukünftigen Jahren noch weiter begleiten. Die noch nicht im Trennsystem erschlossenen Straßenzüge sollen sukzessive angebunden werden. Als nächster Straßenzug ist das Schenkstor geplant. Vorbereitend dazu wird die Planung  dafür 2021 in Auftrag gegeben.  

Die momentane Situation mit ihren Einschränkungen und Geboten sowie die daraus resultierenden Probleme z.B. in der Umsetzung so mancher Maßnahme oder Mindereinnahmen in einigen Haushaltsstellen macht es gerade nicht einfach, den Ort zu führen. 
Das es aber dennoch gelingt, ist der Arbeit und der Zusammenhalt vieler zu verdanken. Besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei unserem Gemeinderat, bei unserer Verwaltung in Elxleben und bei unseren Gemeindearbeitern, die trotz aller Einschränkungen ihre Arbeit unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen fortführen und somit für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes sorgen.

So wünsche ich uns allen für 2021 vor allem Gesundheit, Geduld und Hoffnung, auf ein hoffentlich glücklicheres Jahr.  

Bleiben Sie gesund!

Ihr René Heinemann

Impressionen

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